Gamification im Golfsport: ein Intro.

Aktualisiert: 15. März


Golf befindet sich im Wandel. Neben der Ausrichtung zur Nachhaltigkeit, Umbauten, neuen Gäste-und Mitgliederkonzepten verändern sich auch die Anforderungen an das Spiel und und den Sport generell. Doch was heißt Gamification für den Golfsport?

Wir von GOLFBLOCKS freuen uns, dass wir Emilie Jahnke für diesen spannenden Beitrag zu unserer Intro-Reihe gewinnen konnten. Sie ist als Golf-Bloggerin immer am Puls der Zeit und teilt hier ihren Blick auf diese Trendwende mit uns.


Are you ready?


Die Gamification-Entwicklung ist ein Teil der Transformation im Golfsport und sicher mehr als nur ein kurzweiliger Trend. Sie gilt als ein wichtiger Schritt, um neue Zielgruppen zu gewinnen und geeignetes Mittel für die Kundenbindung. Gerade im Golf funktioniert die Verknüpfung aus Sport, Spiel und dem Gemeinschaftsgedanken und macht so ganzheitliche Erlebnisse möglich. Mit steigender Digitalisierung, innovativen Technologien und wachsender Anzahl von Golf-Services soll dieses Erlebnisgefühl rund um das Golfspielen gesteigert werden und – so glaubt man den Anbietern – der Zugang und die Verbundenheit zum Golfsport gefördert werden.

Golf-Apps und Golf-Gadgets wie etwa Golfsimulatoren dienen dem Training und der Leistungskontrolle des eigenen Spiels und bieten den Fun-Faktor on top. Angeführt wird diese Entwicklung durch den Wandel der klassischen Driving Range: weg vom schweißtreibenden, puren Trainingsort hin zur attraktiven Eventlocation. Innerstädtische Drivings Ranges sowie Indoor-Golf-Studios wie etwa das Eisen 7 sind auf dem Vormarsch – man schaue sich nur die lang ersehnte Eröffnung und den Hype von TopGolf in Oberhausen an.


Sie bieten das ganze Jahr über geeignete Trainingsmöglichkeiten, haben außerhalb der „Kernzeiten“ klassischer Anlagen geöffnet und bieten niedrige Zugangsbedingungen. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an jüngere Zielgruppen, sondern an Golfer aller Altersgruppen und jeglichen Spielniveaus. Inmitten von Musik und Gastro-Angeboten sollen Gäste für den Sport begeistert werden. In zahlreichen “Games” können Spieler:innen sich vor Ort messen oder mit ihrer Community vergleichen. Zudem erhalten sie zahlreiche Parameter zu ihrem Schlag und ihrer Performance, was laut einigen Golf-Managern auch dazu führt, dass mehr Trainerstunden gebucht werden. Mithilfe von Tools wie Inrange, TrackMan, Foursight u. v. m kann man sich so seiner eigenen Leistung bewusst werden.


Ready, Set, Go!


Das klassische Spiel wandelt sich auch in seinen Varianten, heißt doch die klare Empfehlung seitens des R&A „Spielen statt Warten“. Neben dem Ready Golf gibt es weitere Spielformen, die nun auf den Plätzen stattfinden. Scramble oder der Chapman Vierer sind schon bekannt, aber schon einmal von Bingo Bango Bongo oder Nassau gehört? Dabei verbindet man die Partie mit dem Golfwetten. Auch wird zunehmend der Eindruck vermittelt, dass das einst so traditionelle Spiel sich zudem von 18- zu 9-Loch Runden wandelt, was auch für Turniere gilt. Daraus folgt dann gleicher Spaß in weniger Zeit. So bietet etwa Short Track Matchplay den Clubs eine Plattform und Spielform, in denen Mitglieder einen kurzen, spannenden Wettkampf bestreiten können.

Allerdings gilt: Die erfolgreichste Form von Golf-Gamification kann nur diejenige sein, die sich langfristig an den Bedürfnissen der Kund:innen ausrichtet. Dazu zählen hohe Anforderungen an die Servicequalität und an den Unterhaltungswert, genauso wie oft ein geringes Zeitbudget. Nur dann bringt sie wirklich Spaß und bereichert die Spielkultur des Golfsports.

Es bleibt spannend, was für Entfaltungen mit dem Golfspiel in Zukunft noch möglich sind. Der Wandel hat ja erst begonnen …


Emilie Jahnke





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