Was ist eigentlich ein Start-up? Ein Intro.

Was ist eigentlich ein Start-up? Was hat es mit der speziellen Mentalität dort auf sich? Wo kommt dieser Begriff her und wann verliert ein Unternehmen dieses Status?

Diesen Fragen widmen wir uns im neuen Beitrag unserer Intro-Reihe und teilen mit euch auch, wie sich unser Start-up-Leben bei GOLFBLOCKS so anfühlt.



Let’s start (up)

Los gehts mit dem Versuch einer Definition:

To start-up heißt übersetzt „gründen“, „etwas in Gang setzen“. Demnach ist ein Start-up ein neugegründetes Unternehmen. Doch damit ist die Definition nicht beendet. Es gibt weitere Kriterien, die für die Bezeichnung erfüllt sein sollten. Laut dem Bundesverband Deutscher Start-ups zählen dazu eine Innovationsleistung und dass ein schnelles Wachstum in einem Bereich verzeichnet werden kann. Hier liegt dann auch der Unterschied zu anderen Existenzgründungen, die das schnelle Wachstum nicht anstreben oder keine innovative Lösung mitbringen. Allerdings wird der Begriff deutlich inflationärer gebraucht und die weite Definition lässt somit auch zu, dass sich auch Start-up nennt, wer sich dadurch einfach „moderner“ fühlt.


Ist allerdings ein Unternehmen älter als 10 Jahre, dann ist es vorbei mit den Kinderschuhen, dann gilt es als erwachsen und darf den Begriff nicht mehr für sich beanspruchen.

Was braucht ein Start-up?

Menschen, die verändern wollen und gute Ideen haben. Dazu müssen sie den Willen mitbringen, für ihre Ideen einzustehen und alles auf eine Karte zusetzen. Denn ein Unternehmen gründen heißt viel Kraft, Zeit und Herzblut zu investieren. Dazu braucht es Kreativität, Mut, Geschäftssinn, Durchhaltevermögen und Verkaufstalent für den Start – und natürlich auch etwas Geld.


Sechs Phasen durchläuft das klassische Start-up.

  1. Orientierung: Hier wird die Idee gefunden und fixiert, auf Sinnhaftigkeit und Problemlösungskompetenz überprüft und dafür dann auch Markt und Zielgruppen analysiert.

  2. Seed: Jetzt wird konkret geplant, d. h. der Samen für das Start-up eingepflanzt. Die Geschäftsidee steht und der Businessmodell wird entwickelt.

  3. Gründung: Der Tag X, die Rechtsform des Unternehmens wird festgelegt. Mit der Gründung ist ein erster großer Schritt getan, eine Entscheidung getroffen und jetzt geht es darum, den Markteintritt zu schaffen. Egal ob Produkt oder Dienstleistung: Das Geschäftsmodell muss so weit vorangetrieben werden, dass es einem Proof of Concept standhält. Es sollte skalierbar sein, d.h. Umsätze steigen ohne das der Aufwand. In dieser Phase sollte die Zahlungsmittel stehen.

  4. Aufbau: Die erste Aufregung legt sich, die Geschäfte laufen an und es gilt nun ein gutes Team um sich zu etablieren. Etwas Routine hilft dabei, Geld zu akquirieren, sei es durch Invest oder Banken.

  5. Wachstum: Mehr Kunden, mehr Umsatz. Ist das Start-up am Markt positioniert und etabliert, folgt die Expansion. Produktentwicklung, Zielgruppengewinnung, Vertriebskanäle und Personal. Mit der passenden Finanzierung kann es erfolgreich in die nächste Phase übertreten.

  6. Reife: Jetzt heißt es am Ball bleiben, nachhaltig wirtschaften und weiterhin innovativ denken. Gewinne sollten stabil bleiben und ein gutes Führungsteam sorgt dafür, das das Start-up nun als etabliertes Unternehmen lange besteht. Der Status ändert sich.


Was macht das Start-up-Dasein so reizvoll?

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt! Für mich besteht genau darin der Reiz eines Start-ups. Alles von Anfang an selbst gestalten – kein Anpassen an bestehende Strukturen, absolute Freiheit. Allerdings weiß ich, dass der Luxus einer Selbstfinanzierung nicht für alle möglich ist.“

(Carolina Hinrichsen, Gründerin GOLFBLOCKS)

Ein Start-up zu gründen birgt Chancen und Risiken. Das Gute und auch Tückische, sie liegen hier ganz nah beieinander. Die Start-up-Welt lockt mit dem schnellen Erfolg durch rasantes Wachstum. Doch dem gegenüber stehen zahlreiche Insolvenzen. Mehr als 80% aller Start-ups in Deutschland scheitern nach drei Jahren.


Das eigene Produkt, die innovative Lösung für eine Branche, die Vorreiter-Rolle – all das motiviert, den Schritt zu wagen. Und dazu geht es auch vielen darum, die Arbeitswelt für sich neu zu gestalten. New Work zu leben und so zu arbeiten, dass die eigenen Bedürfnisse Gehör finden.


Endlich tun, was man „wirklich, wirklich will.“


Damit es mit dem Start-up klappt, heißt es dran bleiben. Immer wieder die eigene Idee hinterfragen, testen, ausprobieren. Offen sein für Veränderungen und kreativ und innovativ nach vorne denken. Auch Fehltritte gehören dazu. Der Umgang damit ist nicht einfach, aber hier verbergen sich mit die lehrreichsten Erfahrungen.


Ist GOLFBLOCKS ein Start-up?

Ja, das sind wir. Wir stecken gerade in Phase 4.

Manchmal fühlt es sich an wie eine Achterbahnfahrt, allerdings ohne Endhaltestelle. Wir nehmen Fahrt auf, rasen los, dann geht es wieder ruhiger, jetzt eine fette Kurve. Wir werden ganz schön durchgerüttelt. Dann kommt ein Looping, schaffen wir das? Mit einem gemeinsamen Schrei gehts bestimmt, wir sind ja angeschnallt. Bauchkribbeln, Anspannung, Freude, Angst, Erleichterung – all diese Emotionen kennen wir.

Wir fahren echt gerne auf der Start-up-Strecke, vor allem weil wir nicht allein in der Bahn sitzen. Irgendwann kommen wir an, aber im Moment gehts bergauf – also halten wir mal die Luft an und sind gespannt, was nach der Steigung kommt.